Leben in Deutschland

Normale Version: FIRST AFFAIR, ein echter Lichtblick im Dschungel
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FIRST AFFAIR, ein echter Lichtblick im Dschungel  [Bild: smgn.gif]


Nachdem wir uns ja leider häufig mit den übermäßig vielen schwarzen Schafen der Branche beschäftigen müssen, hier endlich mal eine echte Alternative.
Der Name lässt auf ein klassisches Seitensprungportal schließen, aber die Grenzen zu sogenannten Partnerschaftsbörsen sind ja fließend. Nichts spricht dagegen auch hier den Partner für's Leben zu finden. Man achtet darauf, dass die eingestellten Bilder jugendfrei sind. Freier Oberkörper ja, aber ansonsten soll man den Usern zunächst mal in die Augen schauen, statt sonstwo hin. Was man da auf anderen Sexportalen zu sehen bekommt, ist für mich eher abstoßend. Erotisch ist das, was die Fantasie anregt und nicht der Gynäkologen-Blickwinkel, aber das nur am Rande.

Die Anmeldung erfolgt, wie üblich, über Nickname, Passwort und email. Profile sind weitestgehend sichtbar, Nachrichten allerdings nicht. Das ist schon ein Wermutstropfen, denn wer sich z. B. aufgrund einer Scammer-Zuschrift kostenpflichtig anmeldet, ist dann bestimmt sauer. Das kommt zwar nur selten vor, aber lässt sich nicht ganz verhindern. Ganz wichtig ist, daß solche "Zuschriften" nicht vom Seitenbetreiber selbst kommen und er auch schnell gegen solche Fake-Profile vorgeht.

Wer also wirklich Kontakt aufnehmen will, muss (zahlendes) Mitglied werden. Mitgliedschaften gibt es mit einem, drei, sechs oder zwölf Monaten Laufzeit. Je nach Dauer bewegen sich die Preise zwischen 29,99 EUR und 8,33 EUR monatlich und sind völlig o.k. Offiziell gibt es die Mitgliedschaft nur als Abo. Das heißt, wenn nicht 5 Tage vor Ablauf der Laufzeit gekündigt wird, verlängert sich die Mitgliedschaft um eine weitere Periode. Kündigung und Löschen des eigenen Profils sind einfach per Mausklick möglich. Neben der Bezahlung per Lastschrift o.ä. gibt es auch die Möglichkeit der Überweisung. Man wird zwar so nicht sofort freigeschaltet, aber wenn keine weiteren Überweisungen folgen, betrachtet der Anbieter die Mitgliedschaft als beendet. Eine Methode dem lästigen Abonnement auszuweichen. Sicherheitshalber sollte man aber trotzdem rechtzeitig eine Kündigung schicken.
Der Anbieter scheint generell ziemlich kulant mit seinen Kunden umzugehen. Bei Zahlungsverzug wird zunächst mal angemahnt, und nicht gleich Druck über dubiose Inkassofirmen ausgeübt. Ich habe mal den Link zur Mitgliedschaft per Überweisung angeklickt und hinterher gleich widerrufen. Es ist nichts passiert, da kein Geld geflossen ist, allerdings hat niemand auf meinen zweimaligen Widerruf reagiert. Das Ganze ist irgendwie im Sande verlaufen. Das gibt leider einen Minuspunkt für den Support.

First Affair ist sicher eine Empfehlung wert. Hier kann man ziemlich sicher sein, daß hinter den Profilen reale User stehen. Man hat eine echte Chance Kontakte zu knüpfen, ohne das Gefühl abgezockt zu werden. Die Preise sind angesichts dessen in Ordnung. Es wäre schön, wenn man offen kommunizieren würde, daß man bei Zahlung durch Überweisung keinen dauerhaften Vertrag eingeht und der Support verbessert werden würde, einfach nur, um den Usern mehr Rechtssicherheit zu geben.

positiv:
  • Macht einen sehr seriösen Eindruck, keine Lockprofile;
  • Kurze Kündigungsfrist;
  • Vertragsende und Profillöschung einfach per Mausklick;
  • Preise der Leistung angemessen.
negativ:
  • Support verbesserungswürdig.